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Wie stellt man aus Seealgen neue Materialien her, die als Alternative zu Plastik genutzt werden können? Das Designerduo Klarenbeek und Dros hat sich mit dieser Frage und Algen aus der Nordsee an die Arbeit gemacht. In der Ausstellung ‘Van wier tot waar’ (Von Alge zu Ware) im Museum Kaap Skil präsentieren sie ihre Forschungen, die Vorgehensweise und die Ergebnisse.

Objekte, unter anderem der Prunkbecher, gedruckt aus Material, das aus Seealgen gewonnen wurde. (Eric Klarenbeek)

Umweltbewusst

Klarenbeek und Dros haben im Oktober 2018 den New Material Award mit ihrer fünfjährigen Studie über Biopolymere aus lokal angebauten Algen und Tangen gewonnen. Die Algen haben während ihres Wachstums sehr viel CO2 gebunden und das Endprodukt ist recyclingfähig, kompostierbar und kreislauftauglich. Dadurch stellt das Material eine umweltbewusste Alternative zu nicht abbaubarem Plastik aus fossilen Grundstoffen dar.

Seewirtschaft; die neue Landwirtschaft

Das Anbauen von Grundstoffen im Meer wird in den Niederlanden auch als neue Landwirtschaft oder Seewirtschaft bezeichnet. Da die landwirtschaftlichen Flächen begrenzt sind und viele Chancen für das Wirtschaften auf dem Meer bestehen, erforschen Klarenbeek und Dros die Möglichkeiten der Nutzung von angebauten Algen. Sie wollen damit eine neue zirkuläre Produktionskette stimulieren und entwickeln.

Kunst trifft Wissenschaft

Für SEA, Science Encounters Art, ließen Klarenbeek und Dros sich durch die Sammlung der Unterwasserarchäologie vom Museum Kaap Skil inspirieren. Über das Königlich Niederländische Meeresforschungsinstitut konnten sie die ersten gezüchteten Algen aus der Nordsee verwenden. In der Ausstellung ‘Van wier tot waar’ (Von Alge zu Ware) präsentieren sie die daraus entstandenen Prozesse und Materialien.

Gebrauchsgegenstände aus dem 3D-Drucker

Der Reichtum von verschiedenen Komponenten in Algen bietet eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Zum Beispiel für die Produktion des Treibstoffs Bioethanol und für Anwendungen in der Nahrung für Mensch und Tier, in der Kosmetik und in pharmazeutischen Produkten. Das Duo Klarenbeek und Dros richtet sich auf Gebrauchsgegenstände, denn erst dann geht das Produkt eine langanhaltende Kohlenstoffverbindung ein und kann so als eine Form des CO2-Speichers dienen. Sie bauen die Gegenstände mit Hilfe eines 3D-Druckers, der auch in der Ausstellung zu sehen ist. Bei Anwesenheit der Künstler wird der Drucker in Betrieb genommen.

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