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„Ein Schiff, das für sehr reiche, möglicherweise sogar königliche Personen, Gegenstände transportierte, lag 400 Jahre lang im Sand des Meeresbodens begraben.“

Vor einigen Jahren wurde eine einzigartige Sammlung von archäologischen Objekten im Wattenmeer entdeckt. Im Palmholzwrack, das Wrack eines großen, hölzernen Segelschiffes, wurden persönliche Besitztümer aus den reichsten Jahren des Goldenen Jahrhunderts gefunden. Neben Bestandteilen einer Garderobe von adliger Herkunft, darunter ein noch fast schönes seidenes Kleid, enthielt dieser Fund auch Silber. Ein vergoldeter silberner Prunkbecher aus dieser Sammlung wurde jetzt genauestens restauriert und ist in der Ausstellung ‚Prunkbecher aus dem Palmholzwrack‘ zu sehen.

Vergoldet

Der Prunkbecher wurde vermutlich in Nürnberg in Deutschland gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts hergestellt. Der getriebene und gegossene Becher ist mit Blumenmustern, Vasen und Maskarons verziert. Auf dem Deckel steht eine Skulptur des römischen Kriegsgottes Mars. Sein Schild ist verloren gegangen. Nürnberg war für seine Silberschmiede bekannt, die bis in die zweite Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts vergleichbare Prunkbecher herstellten.

Angegriffen

Der jahrhundertelange Aufenthalt auf dem Boden des Wattenmeeres hat den Becher stark angegriffen. Das Objekt war in drei Teile zerbrochen und zum Teil platt gedrückt. Durch das salzige Meerwasser war der Becher bedeckt mit einer dunklen Schicht aus Korrosionsbeulen. Restaurationsexperten von Restaura haben die Ablagerungen sorgfältig entfernt und die einzelnen Teile wieder zusammen gefügt.

Mit Reichtum prunken

Prunkbecher hatten keine andere Funktion, als die, die der Name schon beschreibt: Sie dienten zum prunken. So ein Silberpokal, wohl oder nicht vergoldet, schön verziert und in einer ordentlichen Größe, lenkte gut die Aufmerksamkeit auf sich. Nur sehr reiche Menschen konnten sich derartige Kostbarkeiten erlauben. Auf Gemälden, die wohlhabende Menschen von sich selber machen ließen, wurden manchmal auch Prunkbecher abgebildet.

Untersuchung Palmholzwrack

Das Palmholzwrack war ein schwer bewaffneter Straßenfahrer, geeignet für Handelsfahrten auf dem Mittelmeer. Die Funde aus dem Palmholzwrack erzählen die Geschichte von diesem relativ unbekannten, aber sehr wichtigen Handelsgebiet der holländischen Schiffe im siebzehnten Jahrhundert. Derzeit wird die Palmholzwrack-Sammlung untersucht und konserviert. Den Untersuchungen kann man auf einem großen Touchscreen in der Ausstellung folgen. Zu gegebener Zeit werden das Museum Kaap Skil und die Provinz Noord-Holland diese einzigartige Sammlung wieder zurück nach Texel bringen.

Der Prunkbecher aus dem Palmholzwrack ist vom 9. März bis zum 3. November zu sehen. Kaufen Sie hier Ihre Karten.

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