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Wracks mit einem Namen

Publiziert am 8 Februar 2018

Geschrieben von Alec Ewing
Stammetje van buxushout

Buchsbaumholz, vom Straßenfahrer aus Griechenland geholt

Das Wattenmeer liegt voll mit Schiffswracks aus dem sechzehnten, siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert. Taucher geben ihnen oft einen Namen, der auf die Dinge verweist, die sie aus diesem Wrack geholt haben. Das ergibt manchmal sehr besondere Namen!

Burgzand voller Wracks

Der Burgzand, ein Gebiet östlich von Texel, war ein wichtiger Teil der Reede von Texel. Es war hier für große Handelsschiffe tief genug, sie lagen hier aber auch einigermaßen geschützt. Texeler Taucher haben in diesem Gebiet verschiedene Schiffswracks gefunden und ihnen einen Namen gegeben. So gibt es das Piskruikenwrak (Pisskrugwrack), das Gele Stenenwrak (Gelbe Steinewrack), Groot Leeg (Große Leere), das Watervatenwrak (Wasserfasswrack), das Pools kanonnenwrak (polnisches Kanonenwrack) und das Potterwrak.

Ladung mit einer Geschichte

Der Name des Wracks verweist nicht immer auf die wichtigste oder häufigste Ladung. Beim ‚Zwei Kanonenwrack‘ wurden beim ersten Tauchgang zwei gusseiserne Kanonen gefunden. Aber das Gelbe Steinewrack war mit Backsteinen gefüllt. Backsteine und Dachziegel wurden oft als Ballast in die Länder an der Ostsee mitgenommen, wo das Getreide sehr günstig war. Dort wurde Getreide eingekauft und die Steine verkauft. Viele historische Stadtzentren in dieser Region wurden aus niederländischen Backsteinen gebaut! Der Name vom Groot Leeg (Große Leere) ist auch kein Zufall. In diesem Wrack wurde fast nichts angetroffen; sogar keine Ballaststeine.

Erste Untersuchungen

Die Wracks bekommen manchmal erst einen Namen, wenn mehr über die Ladung bekannt ist. So wurde das Pisskrugwrack so genannt, als deutlich wurde, dass sich in den verschiedenen Krügen, die zum Vorschein kamen, eine Flüssigkeit befand, die stark nach Urin roch. Urin wurde in der Textilindustrie unter anderem beim Filzen von Wolle genutzt. Das Wasserfasswrack hätte vielleicht auch das Kaffeefasswrack heißen müssen. Die hölzernen Fässer wurden für Wasserfässer gehalten, aber in Wirklichkeit befanden sich darin die Reste von Kaffee- und Kakaobohnen.

Das Plamholzwrack

Einer der bekanntesten Namen ist der des Palmholzwracks, da sich in diesem das prächtige Seidenkleid befand. Das Wrack hat diesen Namen bekommen, weil dort eine Ladung Stämme gefunden wurde. Diese waren aus Buchsbaumholz, zu damaliger Zeit eine sehr teure Holzsorte. Buchsbaum wächst langsam, wodurch das Holz sehr hart ist. Man nannte diese Holzsorte früher Palmholz. Es wurden allerlei langlebige und teure Gegenstände daraus gefertigt. Besucher von Kaap Skil fragen manchmal nach dem ‚Jurkenwrack‘ (Kleiderwrack), das vielleicht ein besserer Name gewesen wäre. Es bleibt für uns dennoch das Palmholzwrack.

Offizielle Namen

Vom Staat (dem nationalen Dienst für das kulturelle Erbgut) bekommen die Wracks auch einen Namen. Um Missverständnisse zu verhindern, verweisen diese auf den Fundort. Da an einem Ort oft mehrere Wracks liegen, endet der Name meistens mit einer Nummer. So heißt das Palmholzwrack offiziell BZN17: Burgzand_Noord 17.

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