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Kinder in der Fischerei

Publiziert am 27 Juli 2017

Geschrieben von Alec Ewing

Annelies Verbrugge hangt de truien in de tentoonstelling

Eine Kinderausstellung über Kinderfischerpullover. Das war das, was wir vor Augen hatten, als wir über die neueste Ausstellung bei Kaap Skil Ideen gesammelt haben. Es fiel genau zusammen mit der Ankunft von Annelies Verbrugge als Mitarbeiterin in der Abteilung Ausstellung und Bildung. Sie gibt mit der Ausstellung ‚Pullover an, Leinen los‘ (‘Trui aan, trossen los’) gleich eine beeindruckende Visitenkarte ab!

Kleine Pullover, große Geschichte

Die Kinderfischerpullover sind eine Fortsetzung von Fischerpullover I und II von Schriftstellerin/Forscherin Stella Ruhe. Wir haben uns entschieden, sie zu einem Bestandteil einer Ausstellung zu machen, die weiter als nur die Pullover geht. Es geht um die Fischerei auf Texel im 19. Jahrhundert und die Rolle, die die Kinder darin spielten. Als ich in die Literatur eintauchte und Experten kontaktierte, entdeckte ich, dass die Rolle der Kinder auf Texel ganz anders war als im Rest der Niederlande.

Familienbetriebe

Auf Texel wurde vor allem im Familienverband gefischt. Kinder mussten zum Familieneinkommen beitragen und die Jungen traten automatisch in die Fußstapfen ihres Vaters. Söhne von Fischern fuhren somit mit hinaus. In den großen Fischerorten, wie Katwijk, Scheveningen und Vlaardingen war die Fischerei viel mehr wie eine Industrie aufgebaut. Es wurde im großen Rahmen auf Hering gefischt und die Kinder wurden hier echt ausgebeutet. Auf Texel war die Fischerei kleinmaßstäbig, man fuhr auf kleinen Kuttern und die Kinder halfen bei allen anfallenden Arbeiten mit.

Oudeschild gegen Oosterend

Sogar selbst auf Texel gab es große Unterschiede darin, wie die Fischerei organisiert war. Die Oudeschilder hatten kleine Blazer und fischten auf dem Wattenmeer die Fischarten, die zum jeweiligen Zeitpunkt verfügbar waren. Denk zum Beispiel an Garnelen, Wellhornschnecken, Plattfische oder Sardellen. Die Oosterender waren besser aufgestellt. Sie hatten größere Schiffe und fischten auf der Nordsee. Ein Fischer aus Oudeschild fuhr am Morgen hinaus und kam am Abend zurück, die Fischer von Oosterend waren die ganze Woche auf dem Meer.

Raues Leben

Die Ausstellung zeigt ein Bild vom Leben der Söhne und Töchter von Fischern im 19. Jahrhundert. Jeder arbeitete gleich hart mit, auch wenn die Jungen und Mädchen verschiedene Aufgaben hatten. Zusammen hielt die Familie den Kopf über Wasser; buchstäblich und figürlich!  

Spielerisch repräsentiert

Annelies hat der Ausstellung eine ganz besondere Form gegeben. Große Segel sorgen für Abtrennungen und einen Weg, die Pullover und Textschilder wechseln sich schön ab und es gibt verschiedene Kinderaktivitäten. Aus einem großen Bild auf der Wand kommt ein Boot heraus gefahren. Darin kann ein Foto aufgenommen werden. Die Geschichte wird von Filmbildern und Fotos unterstützt. Ich finde, die Ausstellung ist prächtig geworden!

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